Die Stadt Oberkochen möchte das Stadtzentrum neu beleben und dafür die beiden ehemaligen Gaststätten Lamm und Ochsen abreißen beziehungsweise sanieren.
Weil das Lamm nicht saniert werden kann, wird es komplett abgerissen. Es soll dann nach Bauplänen aus dem Jahr 1950 rekonstruiert werden, mit Fassade und Rundbau. Das dahinterliegende Gebäude Heidenheimer Straße 2/1 wird ebenfalls neu gebaut und mit dem Hautgebäude verbunden. Neben einer Gaststätte mit Außenbestuhlung wird es im ersten Obergeschoss Pächterwohnungen und Personalräume geben, darüber kommen drei Appartements, die vermietet werden können.
Der Ochsen wird komplett saniert werden, wobei die Fassade bestehen
bleibt. Das Haus Aalener Straße 3 wird dagegen abgebrochen und neu aufgebaut. Über drei Stockwerke hinweg werden Küche und Nebenräume sowie Meeting- und Technikräume entstehen. Der Ochsen wird wieder als Restaurant geführt werden.
Die Kosten belaufen sich insgesamt auf knapp 24 Millionen Euro. Die Fertigstellung beider Projekte ist für das Jahr 2030 geplant.
Das ehemalige Lamm in Oberkochen kann nicht saniert werden, es muss abgerissen werden.
Das Gasthaus Ochsen wird saniert. Das Gebäude rechts daneben wurde abgerissen und wird neu gebaut.
Oberkochener Stadtteil Bronkel (von Brunnquell) erfolgte am 19. Februar 2025 der Startschuss für das nächste Großprojekt: In den kommenden beiden Jahren soll das neue Rettungszentrum fertiggestellt sein: „Aus dem Projekt Blaulichtzentrum hat sich die Chance auf ein echtes Rettungszentrum ergeben. Wir werden voraussichtlich im Januar 2027 mit einem Einsatzfahrzeug starten“, sagte Peter Traub beim offiziellen Spatenstich am Kapellenweg 9, der künftigen Heimat von Polizei, Feuerwehr, dem DRK-Ortsverein und eben dem DRK-Rettungsteam.
Im März 2021 hat es die ersten Entwürfe gegeben, blickte Oberkochens Bürgermeister zurück: „Wir haben mehrfach umgeplant, werden jetzt ein barrierefreies Gebäude bekommen und insgesamt 17,5 Millionen Euro investieren.“ Der Wunsch nach einem Blaulichtzentrum stammt aus dem Jahr 2020. Auslöser für das Vorhaben war die Tatsache, dass es nicht mehr wirtschaftlich erschien, das alte Feuerwehrhaus in der Dreißentalstraße zu renovieren und auf den neusten Stand der Technik zu bringen.
Das Rettungszentrum mit einer Nutzfläche von 2350 Quadratmetern bekommt keine Bodenplatte und somit keinen Keller. Das Gebäude sowie die Garagen und der Turm für die Feuerwehr stehen auf rund 180 Pfählen mit einer Gründungstiefe von 15 Metern. Das Hauptgebäude mit Walmdach wird in L-Form realisiert, die in den Trakt eingebundene Wagenhalle bekommt ein Flachdach. Im Erdgeschoss befinde sich die Fahrzeughalle mit insgesamt fünf sogenannten Alarmstellplätzen, einem Waschplatz und einem Stellplatz für ein Rettungsfahrzeug. Angeschlossen sind unter anderem Lagerräume für Einsatzmittel sowie eine Werkstatt.
Angrenzend dazu, aber baulich getrennt, gibt es westlich der Fahrzeughalle die Räume für den Polizeiposten. Im Obergeschoss wird es Räume für Schulungen, die Jugendfeuerwehr und den Kommandanten geben. Neben einem Aufenthaltsraum sind zudem Räume für den DRK-Ortsverein geplant. Die Technik wird ins Dachgeschoss gelegt.
Bürgermeister Traub hob die niedrigen Energiekosten im späteren Betrieb hervor: „Der Jahresprimärbedarf liegt circa 35 Prozent unter den gesetzlichen Anforderungen für Neubauten“, sagte er. Geschafft wird das über eine PV-Anlage mit einer Gesamtfläche von 250 Quadratmetern. Geheizt wird mit Erdwärme: 14 Erdwärmesonden wurden bereits rund 160 Meter in die Tiefe verlegt.
Auf dem Gelände des ehemaligen Bergheim - zuletzt Standort der Sonnenbergschule - plant die städtische Immobiliengesellschaft Oberkochen in den kommenden Jahren ein neues Quartier. Geplant sind zwei Wohngebäude mit insgesamt 20 Einheiten sowie ein Gebäude für eine Anwaltskanzlei, jeweils mit einer Tiefgararge.
Das bestehende Gebäude soll Ende 2026, Anfang 2027, abgerissen werden. Die Fertigstellung ist für Sommer 2029 geplant.
Übersichtsplan der künftigen Bebauung des Areals Bergheim.
In den kommenden Wochen lässt die Stadt Oberkochen entlang der Dreißentalstraße (ab Höhe Weingartenstraße) weitere Stellplätze errichten. Zusätzlich zu den bereits fünf vorhandenen Plätzen errichtet die Firma Haag-Bau aus Neuler zwölf weitere Parkgelegenheiten ab Höhe der Weingartenstraße.
Die Zufahrt zum Schützenhaus über die Dreißentalstraße ist während der Bauzeit nicht möglich. Die Umleitung erfolgt über die Volkmarsbergstraße.
Die Stellplätze sind Teil der Sanierung der Volkmarsbergstraße, bei der im Anschluss ebenfalls die Parkmöglichkeiten optimiert werden, und die ab der Dives-sur-Mer-Straße ausgebaut wird. Die Baukosten liegen insgesamt bei rund 480.000 Euro.
Am Ende der Dreißentalstraße werden auf der linken Seite zusätzliche Stellplätze errichtet.
Die Volkmarsbergstraße wird ab der Dives-sur-Mer-Straße ausgebaut. Auch hier werden die Parkmöglichkeiten optimiert. Fotos: Stadt Oberkochen
Während der Bauarbeiten für die Stellplätze ist die Zufahrt zum Schützenhaus über die Dreißentalstraße nicht möglich. Die Umleitung erfolgt über die Volkmarsbergstraße. Grafik: Haag-Bau
Dem Gemeinderat wurde der Abschlussbericht der Biotopverbundplanung Oberkochen in seiner Sitzung am 24. Februar 2025 vorgestellt. Ein Biotopverbund dient der dauerhaften Sicherung der Populationen wild lebender Tiere und Pflanzen einschließlich ihrer Lebensstätten, Biotope und Lebensgemeinschaften sowie der Bewahrung, Wiederherstellung und Entwicklung funktionsfähiger ökologischer Wechselbeziehungen (Paragraf 21 Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG).
Bei der Aufstellung der Biotopverbundsplanung wurden nach Sichtung verschiedener Datenquellen sogenannte Zielarten und deren Lebensräume bestimmt, die schon jetzt auf der Gemarkung von Oberkochen vorkommen. Zu den herausgearbeiteten 14 Zielarten zählen unter anderem die Heidelerche, der Neuntöter, die Schlingnatter, der Grasfrosch, der Schwarzfleckige Ameisen-Bläuling sowie verschiedene Widderchen-Arten. Anhand der spezifischen Ansprüche dieser Arten (zum Beispiel Raumansprüche, Nahrung, Fortpflanzung) wurden Maßnahmen definiert, um deren Lebensräume zu erhalten, zu verbessern oder zu vernetzen.
In zehn Steckbriefen ist tabellarisch zusammengefasst, welche Maßnahmen wo, wie und warum ergriffen werden können, um die Zielart zu fördern. Die Steckbriefe bieten der Gemeinde und den Akteuren damit eine ausführliche Beschreibung und eine erste Orientierung für die Umsetzung von Maßnahmen.
Der Planung unterliegen alle Flurstücke der Gemarkung (ausgenommen Waldflächen), ohne Berücksichtigung der Besitzverhältnisse. Die Maßnahmenumsetzung erfolgt jedoch auf freiwilliger Basis. Für die Umsetzung können auch von Privatpersonen, Landwirten und Vereinen Förderanträge gestellt werden. Der Landschaftserhaltungsverband Ostalbkreis (LEV) kann bei der Beantragung von Fördergeldern und der Umsetzung unterstützen und beraten.
Maßnahmen
2025: Anlegung eines Tümpels für den Grasfrosch am Kocherursprung (Maßnahme 2 der Biotopverbundplanung)
2026: Extensive Wegrandpflege im Bereich Römerkeller - Einsaat im Sommer, Nachpflanzung Bäume im Herbst 2026 (Maßnahme 8 der Biotopverbundplanung)
2026: Schaffung offener Saumstrukturen am Waldrand im Tiefen Tal - Gehölzpflege im Herbst/Winter 2026 (Maßnahme 4 der Biotopverbundplanung)
Das Fahrrad hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen, sei es als Verkehrsmittel im Beruf oder in der Freizeit. Oberkochen hat aufgrund seiner großen Unternehmen eine hohe Anzahl an Pendlern, die teilweise auch mit dem Fahrrad unterwegs sind. Diesem Umstand will der Gemeinderat mit einem Radverkehrskonzept für Oberkochen Rechnung tragen, mit dem der Radverkehr verbessert, vor allem aber sicherer gemacht werden soll.
Vorausgegangen waren Bestandserhebungen, Abstimmungen mit Behörden, Befragungen und Befahrungen. Nun liegt ein Maßnahmenkatalog mit hunderten von Einzelmaßnahmen vor, die in den kommenden Jahren sukzessive umgesetzt werden sollen. Das Radverkehrskonzept wird daher kein Plan sein, der sofort im Gesamten realisiert wird, sondern es ist eine Daueraufgabe für die nächsten Jahre, in denen jedes Jahr einzelne Maßnahmen aus dem Katalog umgesetzt werden.
Wichtig war zunächst die Festlegung eines Radnetzes. Das Radverkehrskonzept baut hier auf den Maßnahmenempfehlungen des Landesradwegenetzes RadNETZ BW auf. Auf dieser Basis sowie in Verbindung mit den Radverkehrskonzepten der Stadt Aalen, des Ostalbkreises und des Landreises Heidenheim wurde das Radverkehrskonzept für die Stadt Oberkochen erarbeitet und an das regionale Radverkehrsnetz angepasst.
Darüber hinaus formuliert der Mobilitätspakt Aalen-Heidenheim weitere Ziele, die erreicht werden sollen. Ein Ziel ist es beispielsweise, eine schnelle, direkte Radwegeverbindung zwischen Aalen und Heidenheim zu schaffen. Deshalb werden gemeinsam mit der Stadt Aalen die hierfür benötigten Grundstücke erworben und eine direkte Radwegeverbindung vom Landesradweg auf Höhe der Stephansweiler Mühle über den Kocher und Kocherkanal entlang der Bahnlinie östlich des Carl-Zeiss-Stadions geplant.
Darüber hinaus hat der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, die vorgestellten Planungen im Einklang mit den Zielen des Mobilitätspakts weiterzuführen, Maßnahmen im innerörtlichen Bereich zu priorisieren und mit den Genehmigungsbehörden abzustimmen. Dabei werden zunächst nichtbauliche, kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zeitnah umgesetzt.
Das Büro VAR+, Darmstadt, hat das Radverkehrskonzept für Oberkochen erstellt. Es ist zugleich auch für die Stadt Aalen und den Ostalbkreis tätig, was Abstimmungen wesentlich erleichtert. Das Büro wurde nun in einem ersten Schritt beauftragt, eine Ausführungsplanung für die Verbindungsstraße zum Stadtteil „Heide“ sowie für die geplante schnelle Radwegeverbindung Aalen-Oberkochen-Heidenheim für die Gemarkung Oberkochen zu erstellen.
Abschlussbericht GEK 2021
Das im Jahr 2015 in Zusammenarbeit mit der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH erstellte gesamtstädtische Entwicklungskonzept (GEK) wurde im Jahr 2021 für das Handlungsfeld „Oberkochen als Wohnstandort" weiterentwickelt und fortgeschrieben. Ein wichtiger Baustein war hierbei die Bürgerbeteiligung im Juli und die (pandemiebedingt) als Onlinemeeting durchgeführte Abschlussveranstaltung im November 2021. Interessierten Bürgerinnen und Bürgern war es dabei möglich, aktiv an der städtebaulichen Zukunft Oberkochens mitzuwirken und ihre Anregungen und Bedürfnisse in den Planungsprozess einzubringen. Auf Grundlage dieser Impulse aus der Bürgerschaft und der städtebaulichen Analyse Oberkochens wurde der vorliegende Abschlussbericht erarbeitet.
Nutzen Sie die darin enthaltenen Umsetzungsbeispiele als Inspirations- und Informationsquelle zur Entwicklung individueller Gestaltungsideen für Ihr Grundstück und treten Sie mit uns in Kontakt, wenn Sie Fragen oder Anregungen haben.